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Geld

Sackgeld – wer bekommt wie viel?

Den Umgang mit Geld lernen ist wichtig – aber wie? Laut einer grossen Taschengeldstudie sehen es Mütter und Väter klar als ihre Aufgabe, ihren Kindern den Umgang mit Geld beizubringen. Diese sind sogar vernünftiger, als viele Eltern denken.
Text: Florence Schnydrig Moser
In Zusammenarbeit mit Credit Suisse
Ab welchem Alter sollte man seinen Kindern ein Sackgeld zahlen? Wie hoch sollte dieses sein? Und wie machen das andere Eltern?  Diesen und anderen Fragen ging eine grosse Studie zum Thema Taschengeld auf den Grund. Im Auftrag von Credit Suisse und in Kooperation mit Pro Juventute wurden 11 000 Mütter und Väter in der ganzen Schweiz befragt.  

Dabei wurde deutlich, wie wichtig es Schweizer Eltern ist, ihren Kindern einen verantwortungsbewussten Umgang mit Geld beizubringen – wichtiger noch als die Förderung von Bescheidenheit oder Zielstrebigkeit.

Das sehe ich auch bei mir und meinen eigenen Kindern. Obwohl sie erst sechs und acht Jahre alt sind, sollen sie schon jetzt ein Bewusstsein für den Wert des Geldes entwickeln und lernen, was Sparen bedeutet.

Damit bin ich nicht alleine: Die meisten Eltern führen ihre Kinder im Alter von sechs Jahren in die Welt des Geldes ein – also dann, wenn sie in die Schule kommen und das Einmaleins lernen. Mit sieben Jahren dürfen Kinder üblicherweise das erste Mal selbst kleine Einkäufe erledigen und mit zehn Jahren über Geldgeschenke verfügen. 
Grafiken: Taschengeldstudie Credit Suisse
Grafiken: Taschengeldstudie Credit Suisse
Das Sackgeld nutzen die meisten Eltern als wichtiges Übungsfeld: Kinder können so erste Erfahrungen im Umgang mit Geld sammeln, ohne in finanzielle Schieflage zu geraten. Deshalb erstaunt es wenig, dass etwa die Hälfte aller Siebenjährigen Sackgeld bekommt – zumindest in der Deutschschweiz. Für die ­Mehrheit der Kinder in der Romandie gibt es erst mit dem Übertritt in die Sekundarschule Sackgeld 

Was überrascht: Mädchen erhalten später Taschengeld als Buben. Be­sonders bei den fünf- bis siebenjährigen Kindern fällt der Unterschied auf; so bekommt fast jeder zweite Bub Sackgeld, bei den Mädchen nur jedes dritte. Zumindest bei der Höhe des Sackgeldes herrscht aber Ausgeglichenheit. 
Die Höhe des Taschengelds hängt vom Alter ab. Kinder zwischen fünf und sieben Jahren erhalten im Schnitt vier Franken pro Monat, bei den Acht- bis Elfjährigen sind es zehn und bei den Zwölf- bis Vierzehnjährigen 20 Franken.

Zwei Drittel der Kinder können frei über ihr Taschengeld verfügen und selbständig entscheiden, wofür sie das Geld einsetzen. Bemerkenswert ist, dass die Kinder diese Freiheit nicht ausspielen: Knapp die Hälfte legt einen grösseren Teil des Sackgelds zur Seite und beginnt mit dem Aufbau eines kleinen Vermögens.
Natürlich haben Kinder auch Konsumwünsche, für die gespart wird: Häufig genannte Sparziele sind der Computer, ein Töffli oder Smartphone sowie Spielzeug wie Lego. Oft gaben Eltern auch an, dass ihre Kinder auf nichts Spezielles sparen, sondern generell für die Zukunft.
Als Mutter gefällt mir diese Erkenntnis. Denn offensichtlich sind unsere Kinder im Umgang mit Geld vernünftiger, als wir gemeinhin annehmen. Der richtige Umgang mit Geld wird in unserer Familie weiterhin Thema bleiben. Die Er­­gebnisse der Taschengeldstudie geben mir dabei Orientierung.

Bild: Martin Barraud/Plainpicture
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Zur Autorin:

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Florence Schnydrig Moser ist Leiterin von Products & Investment Services bei der Credit Suisse und Auftraggeberin der Taschengeldstudie. 

Die grösste Taschengeldstudie der Schweiz zeigt:

  • Für die meisten Eltern ist das Sackgeld ein wichtiger Teil der Finanzerziehung.
  • In der lateinischen Schweiz hat Finanz­erziehung einen geringeren Stellenwert und Sackgeld wird später vergeben als in der Deutschschweiz.
  •  Sechs von zehn Kindern können frei über ihr Sackgeld verfügen.
  • Die Mehrheit der Mädchen erhält später Sackgeld als Buben, später jedoch einen
    ähnlichen Betrag.
  • Mehr Informationen finden Sie unter: credit-suisse.com/taschengeldstudie

In der Viva Kids World der Credit Suisse finden Eltern Tipps und Tricks für die Finanzerziehung. Kinder entdecken Finanzthemen gemeinsam mit der Viva-Kids-Bande.
credit-suisse.com/vivakidsworld

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