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Geld

In Raten in die Schuldenkrise 

Ein Smartphone für 20 Franken pro Monat! Angebote wie dieses locken immer mehr Jugendliche in die Schuldenfalle: 2016 waren mehr als doppelt so viele im Zahlungsrückstand bei ihrem Handyanbieter als noch im Vorjahr. Wie Sie Ihr Kind vor den Gefahren der Ratenzahlung bewahren. 
Text: Florence Schnydrig Moser
In Zusammenarbeit mit Credit Suisse
Smartphone, Kleider, Scooter: Immer mehr Konsumträume können heute per Ratenzahlung erfüllt werden. Die Zahlungsmodelle sind verschieden, eines ist allen gemeinsam: Sie suggerieren einen besonders günstigen Preis, den man vermeintlich nebenbei in kleinen Häppchen abbezahlt. Kinder und Jugendliche sind besonders anfällig für solche Lockangebote. Zu verführerisch klingt es, das neue Smartphone sofort in den Händen halten zu können. Doch gerade hier ist besondere Vorsicht geboten: Zusätzlich zu den Anschaffungskosten können monatliche Vertragsgebühren anfallen. Diese werden oft unterschätzt – und können Jugendliche in die Schuldenfalle treiben.

Jeder zehnte Jugendliche hat Schulden bei Verwandten oder Freunden

Das Verschuldungsniveau hat im letzten Jahr zugenommen. Gründe dafür gibt es mehrere. Unter anderem geben immer mehr Jugendliche an, im Zahlungsrückstand gegenüber ihrem Mobilfunkbetreiber zu sein. Das Jugendbarometer der Credit Suisse zeigt: Während 2015 noch 3 Prozent Verbindlichkeiten gegenüber über dem Mobilfunkanbieter angaben, waren es ein Jahr später schon 7 Prozent – mehr als doppelt so viele. 
Quelle: Credit Suisse, Jugendbarometer 2016 
Quelle: Credit Suisse, Jugendbarometer 2016 
Zudem haben 11 Prozent der 16- bis 25-Jährigen auch Schulden bei Familienmitgliedern oder Bekannten. Ein Grossteil der Schweizer Jugendlichen hat zwar keine finanziellen Verpflichtungen; von den verschuldeten Jugendlichen gab aber ein Drittel an, allfällig vorhandene Schulden seien eine grosse oder sogar sehr grosse Belastung. Das sind 12 Prozent mehr als 2016.

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