Miriam und Samuel: «Selbstbewusstsein hat auch mit Überwindung von Grenzen zu tun»
Entwicklung

Wir erzählen

«Selbstvertrauen hat auch mit Überwindung von Grenzen zu tun»

Miriam, 42, und ihr Mann Samuel, 46, haben zwei Kinder, 7 und 9. Für die beiden ist wichtig, dass ihre Kinder sich etwas zutrauen können. Diese Kraft sollen sie in sich selbst finden – und im Glauben.
Text: Claudia Landolt 
Bilder: Alain Laboile
«Uns ist sehr wichtig, dass unsere Kinder ein gesundes Selbstbewusstsein entwickeln. Wir fördern dies, indem wir sie möglichst viele Erfahrungen sammeln und auch Dinge tun lassen, die vielleicht andere Eltern nicht erlauben würden oder für gefährlich halten, ­beispielsweise abends alleine vom Fussballtraining heimradeln oder mal eine Stunde allein zu Hause sein. Wir sind der Überzeugung, dass alles möglich ist. So ermutigen wir unsere Kinder, auch mal die eigenen Grenzen aus­zuloten oder die Komfortzone zu verlassen, wenn sie beispielsweise zweifeln, ob sie ein Ziel erreichen können. Sind wir der Überzeugung, dass sie das schaffen können, ermutigen wir sie. 
«Wir ermutigen unsere Kinder, Ideen umzusetzen, so abenteuerlich sie auch sein mögen.»
Es geht uns darum, dass sie herausfinden, wie gross ihre innere Kraft ist. Haben sie Ideen, die sie umsetzen wollen, ermutigen wir sie, diesen nachzugehen, so abenteuerlich sie auch sein mögen. Und wir räumen ihnen Hürden nicht einfach aus dem Weg, sondern zeigen ihnen auf, wie sie diese überwinden können. Und natürlich sagen und zeigen wir ihnen sehr oft, dass wir sie lieben und akzeptieren, wie sie sind, dass sie immer zu uns kommen dürfen, wenn sie etwas bewegt und natürlich wenn sie in Not sind. Wir möchten ihnen ein sicherer Hafen sein. Ein wichtiger Ankerpunkt ist auch unser Glaube. Dieser schenkt uns Halt und Selbstbewusstsein. Das versuchen wir auch unseren Kindern zu ­vermitteln. Jesus gibt allen Menschen Halt, Mut und Zuversicht. Und selbst wenn es mal schiefgeht, fängt er uns auf. Diese Sicherheit zu spüren, kann sehr tragend sein.»
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Dieser Artikel gehört zum Online-Dossier «Das starke Kind». Mutig, kommunikativ, stark: So wünschen sich wohl alle Eltern ihr Kind. Doch was fördert und was behindert die Entwicklung dieses Selbstbewusstseins? Lesen Sie mehr zu diesem Thema.

Lesen Sie mehr zum Thema Selbstbewusstsein:

  • Selbstbewusstsein: Das starke Kind
    Wir alle sehnen uns danach, vorbehaltlos ­angenommen und geliebt zu werden. Dieses ­Gefühl ist die Basis für unser Selbstbewusstsein, das in der Kindheit entsteht. Schwächelt es, kann dies später Lebenschancen verbauen, ­Beziehungen erschweren und sogar die Gesundheit gefährden. Doch wie wird ein Kind selbstbewusst? Welchen Einfluss haben ­Eltern und Schule?

  • Tipps zur Stärkung des Selbstbewusstseins Ihres Kindes
    Woraus schöpfen wir die innere Kraft, um selbstbewusst die Chancen unseres Lebens zu ergreifen und seinen ­Widrigkeiten zu trotzen? Mit diesen Tipps stärken Sie das Selbstbewusstsein Ihres Kindes.

  • «Fast alles, was Eltern versäumt haben, lässt sich wieder ausbügeln»
    Die Psychologin Margarete Killer-Rietschel erklärt, wie Selbstbewusstsein entsteht, welche Rolle die Erziehung dabei spielt – und was Eltern tun können, wenn ihr Kind sich wegen schlechter Noten infrage stellt.

  • «Kein Kind soll zu wenig Zuneigung und Liebe erhalten»
    Stefan, 44, ist Vater zweier Töchter, 10 und 12. Er bezeichnet sich als nicht sehr selbstbewusst und legt deshalb viel Wert darauf, seinen Mädchen täglich zu sagen, wie sehr er sie liebt.

  • «Doofe Sprüche jucken mich nicht»
    David, 17, ist das älteste von drei ­Kindern und empfindet sich als recht ­selbstbewusst. Der ­Gymnasiast denkt, er habe sich dieses Selbstbewusstsein selbst erarbeitet.

  • «Mein Sohn hält mir ­täglich den Spiegel vor»
    Mara, 33, ist Mutter von zwei ­Kindern, 5 und 10. Sie erkennt sich in den Selbstzweifeln ihres Sohnes wieder.

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