Maya: «Es ist doch viel cooler, die Dinge selber zu basteln, statt sie zu kaufen»
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«Es ist cooler, die Dinge selber zu basteln, statt sie zu kaufen»

Maya, 11, aus Zürich hat drei Brüder und setzt am liebsten neue Ideen um.
Text: Claudia Füssler
Bilder: Ornella Cacace / 13 Photo
«Tanzen, singen, zeichnen, mit Playmobil spielen – es gibt echt viele Dinge, die ich supergern mache. Aber das eine, das mir am meisten Spass macht, ist das Basteln. Ich glaube, das habe ich von meiner Mama, die hat mit mir und meinem Bruder schon gebastelt, als wir noch ganz klein waren. Sie sagt, ich hätte da immer gerne mitgemacht, sie selber wäre auch fast Künstlerin geworden. Ich gehe gern in den Bastelladen und wir haben auch zu Hause ­wahnsinnig viele Sachen, aus denen man basteln kann. Ich weiss gar nicht, wo ich die Ideen herbekomme, sie sind meistens einfach da. Vor einiger Zeit habe ich mir ein ­Playmobilhaus gebaut, und da fallen mir jetzt ständig neue Dinge ein. Es ist doch viel cooler, die Dinge selber zu basteln, statt sie zu kaufen. Denn dann kann ich sie genau so machen, wie ich sie möchte. Zum Beispiel habe ich mir überlegt, dass auf mein Sofa, das ich fürs Playmobilhaus gebastelt habe, noch ein paar schöne Kissen passen würden. Dann denke ich: Ah, ich hab ja noch diesen tollen Stoff, sagen wir, mit Elefanten. Wie man näht, habe ich mal in der Schule gelernt, das kann ich noch. Also habe ich ein paar kleine Kissen genäht. Oder Tischsets. Wenn ich nicht weiss, wie etwas geht, schaue ich im Internet nach Videos, in denen es genau erklärt wird. Ich bastle auch andere Sachen, nicht nur für Playmobil, aber Playmobil macht schon besonders viel Spass. Lange hatte ich die Idee, mal selber einen Playmobilfilm zu drehen. Da gibt es ja auf Youtube einige Kanäle, die finde ich super. Also habe ich es dann mal ausprobiert und im September vergangenen Jahres meinen ersten Film gedreht, inzwischen habe ich sieben fertig. Den letzten habe ich in den Sportferien gedreht, da ging es ums Skifahren. Ich habe mir das alles selbst beigebracht. Meine Eltern sagen, sie können mir dabei nicht helfen. Aber das ist auch okay, ich kann das ja. Ich filme, mache Fotos dort, wo ich mit der Kamera nicht gut reinkomme, schneide den Film, spreche die Stimmen ein, überschneide die Doppelstimmen, lege Filter drauf und all diese Sachen. Das macht mir viel Spass. Ich arbeite auch nicht mit einem Skript, sondern merke mir alles im Kopf. Wichtig ist, dass man sich gut vorbereitet, damit man alles schon daliegen hat beim Filmen und nicht erst noch einzelne Teile suchen muss. Die Gespräche übe ich ein paarmal, bevor ich sie dann aufnehme. Mir macht das riesig viel Spass und ich glaube, ich kann das noch eine Weile lang machen – Ideen habe ich jedenfalls genug.»
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Dieser Artikel gehört zum Online-Dossier «Das begabte Kind». In jedem Kind stecken individuelle Begabungen. Was Eltern dazu beitragen können, dass diese entdeckt werden und zur Entfaltung kommen, erfahren Sie im Dossier Begabung. 

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