Erziehungsmythen: Wer mit seinen Kindern streitet, macht sie streitsüchtig. Stimmt's?
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Wer mit seinen Kindern streitet, macht sie streitsüchtig. Stimmt's?

Erziehungsmythos 6:

Wer mit seinen Kindern streitet, macht sie streitsüchtig. Stimmt's?
Wer mit seinen Kindern streitet, macht sie streitsüchtig. Stimmt's?

Das sagt die Expertin:

«Wie oft Streit in der Familie vorkommt, kommt auch auf die Temperamente der Familienmitglieder an. Mit Teenagern ist es normal, dass es täglich kracht. Streit hat aber auch positive Aspekte. Kinder – und auch Eltern – lernen, verschiedene Ansichten zu akzeptieren und Kompromisse zu finden. Und aus der Paar-Forschung weiss man, dass Beziehungen, die Krisen überstanden haben und in denen Konflikte gelöst worden sind, besonders stabil sind. Kinder müssen gewisse Regeln der Gesellschaft lernen, Kompromisse schliessen, den Umgang mit Frust lernen, gerade kleineren Kindern kann man nicht alles erklären. Sie lernen vieles durch die Erfahrung, wie auf ihr Verhalten reagiert wird. Es ist eine Illusion zu denken, dass Kinder sich ausschliesslich aus sich selbst entwickeln. Sie brauchen und möchten ein Feedback.»
<div><strong>Annette Cina </strong>ist Psychologin und Psychotherapeutin (eidg. anerkannt). Sie arbeitet am Institut für Familienforschung und -beratung als Koordinatorin und Oberassistentin. Ausserdem ist sie in eigener Praxis als Psychotherapeutin tätig. Die 48-Jährige ist verheiratet und Mutter eines Sohnes und zweier Töchter. Sie lebt mit ihrer Familie in Fribourg.</div>
Annette Cina ist Psychologin und Psychotherapeutin (eidg. anerkannt). Sie arbeitet am Institut für Familienforschung und -beratung als Koordinatorin und Oberassistentin. Ausserdem ist sie in eigener Praxis als Psychotherapeutin tätig. Die 48-Jährige ist verheiratet und Mutter eines Sohnes und zweier Töchter. Sie lebt mit ihrer Familie in Fribourg.

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