Begabung: Das Mittelfeld voranbringen
Entwicklung
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Ernüchterung ist auch Teil des Prozesses

Im Talentportfolio geht es auch um Ernüchterung. Mitunter müssen sich Schüler eingestehen, dass das, was sie zu können behaupten, keine besondere Fähigkeit ist. Dass sie vielleicht geblufft haben oder einfach nur ein bisschen übertrieben. «Das ist mitunter schmerzhaft, aber ein wichtiger Prozess in Bezug auf die Persönlichkeitsentwicklung», sagt Schelbert. Wann immer er mit einem Schüler oder einer Schülerin solche «falschen Talente» aufspürt, lenkt er den Blick gleich wieder aufs Haben-Konto. Denn die Diskrepanz zwischen Innen- und Aussensicht ist oft gross. Da ist ein Schüler frustriert, weil er scheinbar «nichts Besonderes» kann. Er spricht wie viele seiner Mitschüler drei Sprachen, das kann also kein Talent sein. «Eine Sprache davon aber ist Urdu – und dann muss ich diesen Schüler darauf hinweisen, wie einzigartig er ist», sagt Schelbert. Das Anstoss-Geben, um genau hinzuschauen und die eigenen Fähigkeiten zu entdecken, sei essenziell. «Mir ist wichtig, dass jede Schülerin und jeder Schüler an den Punkt kommt, an dem sie und er sagen kann: Ich bin wer, ich weiss und ich kann was.»

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