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Elternbildung

Hochsensitive Kinder – So können Eltern helfen ...

Brigitte Küster (vormals Schorr), psychologische Beraterin, Buchautorin und Leiterin des Instituts für Hochsensibilität in Altstätten SG gibt Empfehlungen: So können Eltern mit hochsensitiven Kindern umgehen...
Text: Claudia Landolt
Bilder: Kyle Myles

Aktivitäten überprüfen:

Hochsensitive Kinder kommen oft bereits überstimuliert aus der Schule nach Hause. Zeit für Regeneration muss daher an erster Stelle stehen. Wenn das Kind aus einem eigenen, tiefen Wunsch heraus ein- oder zweimal pro Woche ein Hobby ausüben möchte, ist das in Ordnung. Generell gilt: Weniger ist mehr.

Ressourcen fördern

Eltern sollten ihrem Kind vertrauen und es spüren lassen, dass es seine Sachen auch alleine regeln und Herausforderungen bewältigen kann. Diese Haltung gelingt, indem Mütter und Väter genau hinschauen und die Ressourcen, die das Kind hat, erkennen und fördern. Hochsensitive Kinder sind sehr beziehungsorientiert. Fühlen sie, dass man ihnen vertraut, ist vieles möglich.

Das Kind genau beobachten

Es empfiehlt sich, über vier bis sechs Wochen ein Stimmungslage-Protokoll zu führen. Darin kann man notieren, welche Stimmungen das Kind zu welchem Zeitpunkt hat: Bei welcher Aktivität oder nach welcher Situation ist es begeistert, müde, überdreht oder ruhig? Solche Beobachtungen aufzuschreiben, hilft, das Kind besser zu verstehen und Werkzeuge zu erhalten, um dem für das hochsensitive Kind so wichtigen Rhythmus von Anspannung und Entspannung gerecht zu werden.

Das Kind in der Schule nicht «outen»

Eltern sind gut beraten, die Lehrpersonen zurückhaltend mit dem Thema Hochsensitivität zu konfrontieren. Der Wissensstand vieler Lehrpersonen zum Thema ist mangels Informationen, Ausbildung oder Bewusstsein oft noch ungenügend. Es schadet dem hochsensitiven Kind mehr, als dass es nützt, wenn es in der Klasse einen besonderen Status hat. Ist die Lehrperson jedoch mit Hochsensitivität vertraut, empfiehlt es sich, situationsgebundene Vorschläge zu besprechen, die die Situation des Kindes verbessern können: das Verwenden eines Kopfhörers während des stillen Arbeitens, ein Einzelsitzplatz, die Möglichkeit, Prüfungen in einem anderen Raum schreiben zu dürfen, sowie Rückzugsmöglichkeiten während den Pausen.
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Zur Autorin:

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Claudia Landolt, leitende Autorin von Fritz+Fränzi, hat erst als Erwachsene Frieden mit ihrer Feinfühligkeit schliessen können. Heute ist sie sehr geerdet. Hochsensitivität ist für sie persönlich kein Leiden, sondern eine zweite Haut, die nur besonders gut geschützt werden muss.

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