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Elternbildung

Kind, informier dich!

Jedes Kind hat Rechte, die Kinderrechte – zu diesen zählt auch das Recht auf Information. Aber wie informiert man sein Kind richtig und über was? 
Text: Christian Possa
Bild: Myrleen Pearson / Alamy
In Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi
Die Kinderrechtskonven­tion ist ein Grundstein für eine kinderfreundli­chere Welt. Jeder Mensch unter 18 Jahren erhält damit verbriefte Rechte, mitunter das Recht auf Information. Grund­sätzlich bedeutet dies, dass Kinder ein Recht auf freien Zugang zu kind­gerechten Informationen und Me­dien haben. Heruntergebrochen auf den Familienalltag geht es darum, das Interesse der Kinder zu fördern, sich informieren zu wollen.

Auf die Frage, wie man das Inter­esse seines Kindes an diesen The­men weckt, gibt es keine abschlies­sende Antwort. Als Eltern selbst gut informiert zu sein, ist eine wichtige Grundvoraussetzung. Darüber hin­ aus gilt es, immer wieder mit seinen Kindern über dieses Recht zu spre­chen. Und dass dieses Hand in Hand mit anderen Mitwirkungsrechten geht, beispielsweise der Meinungs­freiheit. 

Dennoch wird ein Kind sich erst dann mit seinem individuellen Recht auf Information identifizieren können, wenn es dessen Auswirkun­gen selbst erfahren kann und sich in seinen Entscheidungen als gleichbe­rechtigter Partner wahrgenommen fühlt.

Eine wichtige Schlüsselfunktion

Der Zugang zu kindgerechten Medien ist ein gewichtiger Teil des (Kinder­)Rechts auf Information. Bei den neuen Medien verschiebt sich das Informationsgefälle oft zugunsten der Kinder oder Jugendlichen. Als Eltern steht man insofern in der Pflicht, sich à jour zu halten, als dass man sonst eine wichtige Schlüsselfunktion gar nicht wahr­nehmen kann: die Übersetzungs­leistung von für Kinder relevanten Informationen.

Diese bezieht sich nicht nur auf das Recht auf, sondern auch auf den Schutz vor zu viel, falschen oder verletzenden und diskri­minierenden Informationen. Lädt ein Jugendlicher zum Beispiel pornografische Bilder ins Netz, muss er wissen, dass er sich damit strafbar macht.

Aus zwei Gründen ist es ein Ge­winn für die Familie, wenn Kinder gleichberechtigt behandelt werden. Einerseits ebnen Eltern ihren Kin­dern den Weg, Mündigkeit zu erfah­ren. Andererseits führt es zu einem ehrlichen Austausch auf Augen­höhe. Solche Diskussionen können auch für Eltern bereichernd sein, insofern sie dazu anregen, eigene Verhaltens­ und Denkmuster zu hinterfragen.

Zum Autor: 

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Christian Possa ist Fachperson Kommunikation und schreibt über das Engagement der Stiftung Kinderdorf Pestalozzi im In- und Ausland.

Über die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi

Die Stiftung Kinderdorf Pestalozzi ist ein international tätiges Kinderhilfswerk. Seit 1946 stehen Kinder und Jugendliche im Mittelpunkt ihrer Tätigkeit. Das Kinderdorf in Trogen ist ein Ort der Friedensbildung, an dem Kinder aus der Schweiz und dem Ausland im Austausch lernen, mit kulturellen und sozialen Unterschieden umzugehen. In zwölf Ländern weltweit ermöglicht die Stiftung benachteiligten Kindern den Zugang zu qualitativ guter Bildung.
www.pestalozzi.ch 

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