Elternbildung

19 Fragen zum Thema Elternsein und Paarleben

Ist es eigentlich in Ordnung, wenn man sich für sein Kind schämt? Soll man den Paar-Streit von Kindern fernhalten? Und wie findet man Zeit für sich, damit es gar nicht erst zu schwierigen Trennungsfragen kommt? 19 Fragen zum Thema Elternsein und Paarleben aus unserem grossen 100 Fragen Dossier.
Redaktion: Claudia Landolt
Bild: Kirsten Lewis

1. Sind die Kinder zufrieden, sind es die Eltern auch. Ist es so einfach?

Wenn alle zufrieden sind in der Familie, ist es tatsächlich sehr entspannt. Nur ist das nicht die Regel. Ein Auf und Ab gehört dazu, bei den Eltern wie bei den Kindern. Die Eltern sind die Begleiter der Kinder, wenn diese sich in einem Tief befinden. Es ist entscheidend, wie die Eltern auf die Gefühle der Kinder reagieren. Dürfen sie diese Gefühle haben? Meistens wollen Eltern ihre Kinder so schnell wie möglich wieder glücklich sehen, sodass es allen wieder gut geht. Aber das ist gefährlich, denn es gibt dem Kind den Anschein, dass Unglücklich-, Gestresst- und Hilflossein nicht in Ordnung sind. Es fühlt sich dann nicht angenommen und wertvoll, so wie es ist. Dabei ist es für ein Kind lebensnotwendig, dass es von seinen Eltern so geliebt wird, wie es ist. Auch in einem Zustand, der gerade für alle etwas schwieriger ist.

Empathisch zuhören und da sein – also nicht sofort nach Lösungen suchen – sieht nach nichts aus, ist aber Gold wert. Wenn ein Mensch sich in seinem «Sein» gesehen fühlt, dann fühlt er sich verstanden. Wenn wir gesehen, gehört und anerkannt werden, werden wir uns langsam in einem Prozess öffnen, bei dem wir unseren eigenen Wert fühlen. Erst dann sind Veränderung und Entwicklung möglich.

Caroline Märki, Elterncoach

2. Sind junge Eltern gestresster?

Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten. Die ängstlichen und überbehütenden Eltern sind nicht entspannt, egal, wie alt oder jung sie sind. Was ich aber beobachte, ist, dass Eltern, die selber eine auf Respekt basierende Erziehung erlebt haben, oft gelassener und entspannter sind. Damit meine ich, dass sie eher authentisch sind, ihre Grenzen kennen und benennen können. Bei diesen Eltern liegt wenig Ungesagtes, Unverarbeitetes, liegen aber auch weniger Erwartungen, die zusätzlichen Stress verursachen können. Diese Eltern erlebe ich gelassener, weil ihnen mehr Energie für Erziehung, Empathie und Vertrauen übrig bleibt und sie ein gesünderes Selbstwertgefühl als andere haben. 

Caroline Märki, Elterncoach

3. Was bedeutet es, wenn das Kind zum einen Elternteil eine innigere Beziehung hat als zum anderen?

Das kommt häufiger vor, als man vielleicht denken mag. Die Beziehung zwischen Mutter und Sohn gestaltet sich beispielsweise ganz anders als die zwischen Vater und Tochter. Beide Beziehungen haben aber einen enorm wichtigen Anteil an der Lebens- und Erlebensgestaltung des Kindes.

Es wäre daher verheerend, das Kind in gekränktem Narzissmus von sich zu weisen, weil es vielleicht gerade den anderen Elternteil etwas lieber hat, denn das hiesse ja, dass es nur um die Erwachsenen ginge, aber nicht um die wahren Bedürfnisse des Kindes. Kinder haben ein Anrecht auf das Anderssein und die Andersartigkeit in Beziehungen. Es ist für ein Kind sehr wohltuend zu wissen, an wen es sich mit seinen Sorgen wenden kann.

Philipp Ramming, Kinder- und Jugendpsychologe

4. Wie werden Eltern jedem Kind gerecht?

Indem sie es nicht gleich, sondern fair behandeln. Es ist ein Mythos, jedes Kind genau gleich behandeln zu können. Das ist letztlich die ungerechteste Haltung überhaupt! Kinder wollen und brauchen nicht dasselbe. Ein 3-jähriges Kind will anders behandelt werden als ein 12-jähriges. Fair behandeln ist nicht dasselbe wie gleich behandeln. Jedes Kind hat eigene Bedürfnisse, die erfüllt werden müssen. Eltern sollten sich fragen: Was braucht mein Kind?, und nicht: Was will ich ihm geben?

Jürg Frick, Geschwisterforscher
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5. Manchmal mag man ein Kind besonders und könnte das andere auf den Mond schiessen. Muss man deswegen ein schlechtes Gewissen haben?

Das kommt häufig vor. Statt deshalb Schuldgefühle zu entwickeln, sollte man sich besser mit dem Partner oder mit anderen Leuten austauschen. Zudem kann man sich fragen, was solche Gefühle dem Kind gegenüber mit einem selbst zu tun haben. Warum ist mir das eine Kind sympathischer als das andere? Warum löst ein Verhalten Sympathie, ein anderes aber Antipathie aus? Warum rege ich mich so darüber auf? Das hat oft mit meiner eigenen Geschichte zu tun.

Es wäre in solchen Situationen also ratsam, die eigene Biografie und die unverarbeiteten Erfahrungen anzuschauen. Um es mit einem Beispiel zu illustrieren: Vielleicht regt mich ja meine opportunistische Tochter auf, weil ich mir eher eine rote Zora gewünscht habe – weil ich selbst keine rote Zora sein durfte. Aber: Es ist schon mal positiv, wenn man das bemerkt! Viel problematischer ist es, wenn man es nicht merkt oder verleugnet.

Jürg Frick, Geschwisterforscher

6. Ist man als Mutter oder Vater immer Vorbild? 

Es heisst immer, man müsse Vorbild sein. Aber eigentlich ist man Vorbild, ob man will oder nicht. Ich halte es mit dem deutschen Pädagogen Friedrich Fröbel, der sagt: «Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts.»

Caroline Märki, Elterncoach

7. Was macht eine gute Mutter, einen guten Vater aus? 

Dass sie bereit sind, mit ihren Kindern zusammen zu wachsen. Eltern, die von ihren Kindern lernen und sich dabei weiterentwickeln. Eltern, die nicht schon im Voraus wissen, wie es geht, sondern auf die Rückmeldungen der Kinder eingehen und sich und ihren Erziehungsstil immer wieder reflektieren. Eltern, die nicht perfekt sein wollen. Das Ziel oder das Endergebnis der Erziehung sollte die optimale seelische und soziale Gesundheit des Kindes sein.

Caroline Märki, Elterncoach

8. Darf man sein Kind anlügen?

Das ist eine schwierige Frage, die ich mit «eher nein» beantworten würde. Eltern lügen ihre Kinder eigentlich immer an, gerade wenn es um Tabus wie das Sexualleben der Eltern oder andere für sie peinliche Themen geht. Auch Todesfälle und andere schwerwiegende Ereignisse gehören dazu. Sie tun dies in der Absicht, ihr Kind schützen zu wollen. Verwendet man die altersentsprechende Sprache und handelt es sich nicht um ganz intime Themen, kann man mit Kindern über alles reden.

Allan Guggenbühl, Gewaltexperte

9. Wie sagen Eltern ihrem Kind, dass es gerade total nervt?

Indem man sein Verhalten kritisiert und nicht seine Persönlichkeit. Fragt ein Kind also 50 Mal dasselbe, antwortet man: «Es nervt mich, dass du mich das 50 Mal fragst.» Ist das Kind schon in der Pubertät, tut man gut daran, das etwas umzuformulieren, denn Pubertierende sind zuweilen sehr empfindlich. Bei ihnen ist es besonders wichtig, aus der Ich-Perspektive zu formulieren, beispielsweise so: «Es geht für mich nicht, dass …» oder «Ich möchte nicht, dass du …» oder «Ich erwarte eine Antwort, wenn ich dich etwas frage».

Allan Guggenbühl, Gewaltexperte

10. Weiss man als Mutter oder Vater in jeder Situation, was gut ist für das Kind?

Intuitiv spürt man häufig, was passen würde, nur zweifelt man meistens daran. Aber es gibt hinter dem Wissen zu meinen, was gut ist für sein Kind, auch eine kontrollierende Form: diejenige, die dem Kind die eigene Entwicklung verbaut. Für nicht wenige Eltern sind Kinder der Edelstein auf ihrem Ego, und an dem wird dann kräftig herumpoliert. 

Philipp Ramming, Kinder- und Jugendpsychologe

11. Dürfen Eltern vor ihren Kindern streiten?

Natürlich. Die Kinder gehen von allein ins Zimmer, wenn es ihnen zu viel wird. Oder sie ermahnen die Eltern, aufzuhören. Dass man sich nicht einig ist, ist normal. Wichtiger ist: Wie verträgt man sich wieder? Grosse Streitereien trägt man allerdings besser aus, wenn die Kinder nicht da sind. Ein Streit geht für alle auf, wenn die Eltern danach emotional wieder spürbar sind und zusammenhalten.

Philipp Ramming, Psychologe

12. Wann schadet Elternstreit den Kindern?

Die Studienlage ist eindeutig. Kinder leiden unter chronischem dysfunktionalem Streiten der Eltern, unabhängig davon, ob die Konflikte laut und heftig ausgetragen werden oder schwelend und passiv-aggressiv. Destruktive Konflikte der Eltern lösen bei Kindern starke Verunsicherung, Ängste, Traurigkeit und auch Schuldgefühle aus. Häufig gehen sie auch mit psychosomatischen Beschwerden wie Bauchschmerzen, Übelkeit und Kopfweh einher. 

Da Eltern häufig abends streiten, beobachtet man bei den Kindern häufigere Einschlaf- und Durchschlafstörungen. Oft sind auch Verhaltensauffälligkeiten wie aggressives oder oppositionelles Verhalten. Studien geben zudem Hinweise auf Konzentrationsschwierigkeiten in der Schule und daraus resultierende Leistungseinbrüche. Kinder, deren Eltern häufig destruktiv streiten, isolieren sich auch stärker, da sie sich schämen, Freunde mit nach Hause zu nehmen. Kinder leiden entsprechend sowohl psychisch als auch sozial unter destruktivem Streiten der Eltern. Dies umso stärker, je häufiger die Konflikte sind und je intensiver sie ausgetragen werden. 

Eine Rolle spielt ebenfalls, ob sie in Hörweite des Kindes stattfinden. 70 Prozent der Kinder versuchen, sich einzumischen und zu schlichten, womit sie häufig erst recht zwischen die Fronten geraten. 

Guy Bodenmann, Professor für Klinische Psychologie und Direktor der Praxisstelle für Paartherapie und Kinder- und Jugendpsychotherapie an der Universität Zürich

13. Wie ist es für Kinder, deren Eltern nie streiten?

Keine Konflikte in der Partnerschaft zu haben, widerspiegelt in aller Regel eine problematische Konfliktscheue. Eine solche den Kindern zu vermitteln, ist ungünstig, da sie dadurch in ihrer späteren Partnerschaft nicht auf Konflikte vorbereitet sind und keine Fertigkeiten gelernt haben, wie man Konflikte angemessen und zielorientiert lösen kann.

Streiten vor den Kindern ist jedoch in Ordnung, wenn es konstruktiv geschieht. Kinder lernen so, dass Konflikte zum Leben gehören, dass sie nichts Schlimmes sind, dass es dabei jedoch um gegenseitigen Respekt, Anstand und wechselseitige Wertschätzung gehen sollte. 

Guy Bodenmann, Kinder- und Jugendpsychologe

14. Welche Wohnform ist für Kinder von geschiedenen Eltern am besten geeignet?

Meine Erfahrungen zeigen, dass die meisten Kinder das Gefühl haben, eine Regelung, bei welcher der Wohnort nur wöchentlich wechselt, also sieben Tage beim Vater, sieben bei der Mutter, sei das optimale Arrangement für sie. Das gilt, bis sie in die Pubertät kommen und ihren Zeitplan besser ihren persönlichen Bedürfnissen anpassen können.

Das Problem für Eltern besteht darin, dass Kinder zu viel Rücksicht auf die Bedürfnisse ihrer Eltern nehmen, sich anpassen und deswegen dazu neigen, zu «lügen», wenn wir sie fragen, ob die Situation für sie stimme. Da kann es helfen, einen oder zwei alternative Zeitpläne zu erarbeiten und das Kind zu bitten, zwischen diesen zu wählen.

Bitten Sie das Kind aber nicht um alternative Vorschläge, das ist Ihr Job als Eltern. Geben Sie ihm auf jeden Fall genug Zeit. Denn Kinder betrachten Dinge viel langsamer als wir Erwachsene. Oft ist es daher besser, ihnen ein paar Tage Zeit für die Entscheidung zu geben.

Jesper Juul, Familientherapeut

15. Ist es normal, sich ab und zu für sein Kind zu schämen?

Ich finde, niemand sollte sich schämen müssen. Scham wie auch Schuld stammen aus der autoritären Erziehungskultur. «Du bist schuld, du sollst dich schämen!» – solche Maximen bedeuten nichts anderes als: Gewisse Teile deiner Persönlichkeit sind schlecht und falsch.

Diese Scham- und Schuldgefühle kleben ein Leben lang an einem. Eltern schämen sich für ihre Fehler, Kinder schämen sich für ihr Verhalten oder ihr Dasein. Noch immer wird in der Erziehung sehr stark beschämt und beschuldigt. Das ist für mich psychische Gewalt, die heute leider noch vielerorts toleriert und angewendet wird, auch in Schulen. 

Gerne zitiere ich hier die wunderbare US-amerikanische Schriftstellerin Maya Angelou, die sagt: «Die Menschen werden vergessen, was du gesagt hast. Die Menschen werden vergessen, was du getan hast. Aber die Menschen werden nie vergessen, wie sie sich in deiner Gegenwart gefühlt haben.»

Caroline Märki, Elterncoach

16. Ist es für Kinder ein Problem, wenn die Eltern getrennte Schlafzimmer haben?

Das ist für die Kinder nicht weiter von Interesse, wenn es die Eltern gut miteinander haben, ihre Interaktion im Alltag wohlwollend und konstruktiv ist und die getrennten Schlafzimmer lediglich Ausdruck von Pragmatismus oder dem Bedürfnis nach ungestörter Ruhe und eigenem Freiraum sind. 

Sind getrennte Schlafzimmer aber Ausdruck von emotionaler Entfremdung oder Konflikten, realisieren Kinder dies. Sie nehmen Spannungen zwischen den Eltern seismografisch wahr und werten in diesem Fall getrennte Schlafzimmer als beunruhigend, wenn die Eltern beispielsweise immer dann getrennt schlafen, wenn ein Streit eskaliert ist, oder wenn sie getrennte Schlafzimmer haben, weil sie sich nicht mehr vertragen und sich auseinandergelebt haben. In diesem Fall können Kinder die Situation als Frühwarnsignale deuten, als Vorstufe einer möglichen Trennung oder Scheidung, und darauf emotional reagieren. 

Guy Bodenmann, Kinder- und Jugendpsychologe
Mit der Juni-Ausgabe ist das umfangreichste Dossier in der Geschichte des Schweizer ElternMagazins Fritz+Fränzi entstanden: 29 namhafte Expertinnen und Experten – Jesper Juul Fabian Grolimund, Margrit Stamm, Philipp Ramming, Allan Guggenbühl, Eveline Hipeli und viele mehr – beantworten die 100 wichtigsten Fragen zur Erziehung und zum Familienleben.   Das komplette Heft können Sie als Einzelausgabe hier bestellen. 
Mit der Juni-Ausgabe ist das umfangreichste Dossier in der Geschichte des Schweizer ElternMagazins Fritz+Fränzi entstanden: 29 namhafte Expertinnen und Experten – Jesper Juul Fabian Grolimund, Margrit Stamm, Philipp Ramming, Allan Guggenbühl, Eveline Hipeli und viele mehr – beantworten die 100 wichtigsten Fragen zur Erziehung und zum Familienleben.

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17. Was macht es mit Kindern, wenn die Eltern nur wegen ihnen zusammenbleiben?

Wenn Eltern den Kindern zuliebe zusammenbleiben möchten und von diesem Wunsch beseelt Anstrengungen zur Verbesserung ihrer Partnerschaft unternehmen, ist das ein valabler Grund. Wenn sie hingegen nicht in der Lage sind, ihren Kindern ein angemessenes Familienklima zu bieten, das getragen ist von Positivität und Wertschätzung, und chronische Spannungen und destruktive Konflikte das Zusammenleben vergiften, schadet dies den Kindern mehr als eine gelungene Trennung. Mehrere Studien zeigen, dass eine andauernd negative Familiendynamik für Kinder schädlicher ist als die Scheidung per se. 

Guy Bodenmann, Kinder- und Jugendpsychologe

18. Wie schaffen es Eltern, im stressigen Familien- und Arbeitsalltag Paar zu bleiben?

Paare brauchen ausreichend Zeit. Doch gerade die ist bei Paaren mit mehreren Kindern häufig sehr eingeschränkt. Dessen ungeachtet sollte das Paar versuchen, sich immer wieder kleine Inseln für die Partnerschaft herauszunehmen, sei dies abends bei einem Gespräch vor dem Zu-Bett-Gehen, indem ein fixer Paarabend installiert wird oder sich das Paar Zeit für gemeinsame Aktivitäten nimmt.

Zeit zu zweit ist wichtig für das «Wir-Gefühl» und dafür, trotz der Elternschaft ein Paar bleiben zu können, das seine eigenen Ansprüche an Austausch, Nähe, Intimität und Sexualität hat. Sich Zeit für die Partnerschaft zu nehmen, fällt einfacher, wenn man auf ein soziales Netz zurückgreifen kann und die Kinder in dieser Zeit von Grosseltern, Freunden oder Nachbarn gut versorgt werden.

Fehlt diese Unterstützung, ist es für Paare oft schwierig, regelmässige Zeitinseln für die Partnerschaft zu finden. Dennoch sollten sich auch sie kleine Momente im Alltag aussparen. Ausreichend Zeit füreinander zu haben, ist zudem eine wichtige Voraussetzung für die Sexualität. Und diese wiederum ist eine weitere wichtige Ressource, welche es als Paar trotz Elternschaft zu pflegen gilt. 

Guy Bodenmann, Kinder- und Jugendpsychologe

19. Wie schaffen es Eltern, ihr Kind loszulassen?

Es tut weh, sehr weh, wenn das Kind kein Kind mehr ist. Sie als Eltern schaffen es, mit diesen Gefühlen umzugehen, indem Sie sich ihres Schmerzes bewusst werden und sich nicht gegen ihn wehren, sondern ihn «umarmen» und mit ihm sind. Es ist wichtig, einen Partner oder eine Freundin zu haben, mit dem oder der man über diesen Schmerz reden kann. 

Grundsätzlich gilt: Je besser sich ein Kind abnabeln kann, desto gesünder ist es. Es hat die Freiheit, sein Leben leben zu dürfen und muss sich nicht um die Traurigkeit oder die Probleme seiner Eltern kümmern. Nicht das Kind ist verantwortlich, dass es der Mutter beziehungsweise dem Vater gut geht, sondern die Eltern selbst. 

Caroline Märki, Elterncoach

100 Fragen und Antworten zu Erziehung, Familie und Schule

Lesen Sie hier weitere Fragen und Antworten aus unserem grossen Dossier. 


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