Wie kommen wir aus der Sorgenspirale raus? - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Wie kommen wir aus der Sorgenspirale raus?

Lesedauer: 6 Minuten

Auf die Corona-Krise folgt der Krieg in der Ukraine. Was macht das mit uns als Eltern? Was mit unseren Kindern? Fritz+Fränzi-Redaktorin Maria Ryser zeigt auf, wie sie und ihre Familie mit dem konstanten Krisenmodus umgehen.

Text: Maria Ryser
Bild: Rawpixel

Mein Handy piepste in den letzten Wochen permanent. Auf allen möglichen Kanälen stürmten Bilder, Memes, Videos, Aufrufe zu Demonstrationen, Spendenaktionen oder Schweigeminuten rund um den Krieg in der Ukraine auf mich ein. Die Wiederholungsrate gleicher Inhalte war dabei riesig. Irritiert schaute ich dem erregten Treiben in den sozialen Medien eine Weile zu. 

Auf einen Schlag war Corona kein Thema mehr. Die Anzahl an Neuinfektionen oder an Covid verstorbener Menschen, die uns fast zwei Jahre lang täglich beschäftigten, wichen der Anzahl an Kriegstoten in der Ukraine.

Ja, dieser Krieg ist furchtbar. Ja, die jüngsten Nachrichten gehen unter die Haut. Die Ukraine ist nicht so weit weg wie Afghanistan, Äthiopien oder Nigeria. Dieser Krieg findet auf europäischem Boden statt. Das lässt sich nicht so leicht verdrängen. 

Ich kann die Welt nur verändern, indem ich mich verändere. Ist das zu egozentrisch?

Was macht das mit uns als Eltern? Was macht es mit unseren Kindern? Was macht es mit uns, wenn wir von einem Krisenmodus in den nächsten wechseln? Und wie können wir aus der mittlerweile mehrjährigen Sorgenspirale der jüngsten Ereignisse wieder heraustreten? 

Die Vorstellung, unsere Kinder auf dem Nährboden permanenter Sorgen und Ängste grosszuziehen, löst in mir ein mulmiges Gefühl aus.

Artikel kostenlos weiterlesen

Gratis registrieren und profitieren:

  • Begrüssungsgeschenk
  • Zugriff auf alle Artikel
  • Artikel speichern & später lesen
  • Teilnahme an Verlosungen
Sie sind noch nicht registriert? Hier geht's zur Registration

Mehr zum Thema Umgang mit Krisen:

Advertorial
Auf dem Ballenberg die Schweiz entdecken
Im Freilichtmuseum Ballenberg erkunden Kinder Bauernhäuser und Ställe, entdecken traditionelle Handwerke und schliessen Freundschaften mit zahlreichen Bauernhoftieren. Auf dem neuen Waldspielplatz geht es mit dem Siebenschläfer auf Entdeckungsreise.
Familienleben
«Die Seele meines Kindes ist für immer verletzt»
Rund tausend Flüchtende aus der Ukraine kommen derzeit jeden Tag in der Schweiz an, auf der Suche nach Schutz vor dem Krieg. Die meisten davon sind Frauen mit ihren Kindern. So wie Lena und Ludmila, die mit ihren beiden Söhnen sowie ihrer gemeinsamen Freundin Inna bei Familie Müller im Zürcher Unterland wohnen. Für die Buben auf der einen Seite ein grosses Abenteuer. Auf der anderen ein Trauma, das ihr ganzes Leben prägen wird.
Elternbildung
«Auch Eltern dürfen sagen: Das macht mir Angst»
Die Resilienzforscherin Isabella Helmreich sagt, wie Eltern und Kinder mit ihrer Verunsicherung in Zeiten von Pandemie, Krieg und Klimaerwärmung umgehen können – und dass wir den Blick gerade in Krisen bewusst auch auf Positives lenken sollten.
Elternblog
«Die Welt ein klitzekleines bisschen besser machen»
Unsere Kolumnistin Michèle Binswanger weiss nicht, was sie ihren Teenagern zum aktuellen Weltgeschehen sagen soll. Trost findet sie in kleinen Gesten.
Elternbildung
Krieg in der Ukraine: Wie können wir helfen?
In der Ukraine herrscht Krieg und viele Familien sind betroffen. Sei das direkt mit Verwandten oder Freunden in der Ukraine oder in Russland. Oder indirekt mit dem Wunsch, betroffene Menschen zu unterstützen. Hier stellen wir Ihnen grosse und kleine Organisationen vor, die Sie (mit Ihren Kindern) unterstützen können.
Elternbildung
Wie spricht man mit Kindern über den Krieg?
Yvonne Müller vom Elternnotruf unterstützt Eltern, Kindern eine sichere Basis zu vermitteln und liefert konkrete Diskussionsideen, wie man mit Kindern und Jugendlichen über den Krieg spricht.