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Mein Leben mit Social Media

Snapchat und sonst nichts? Die 15-jährige Ginka Blöchlinger erzählt, wie sie Social Media nutzt und welche Handyregeln zuhause gelten. 
Text: Ginka Blöchlinger
Nach einem anstrengenden Tag in der Schule sind Jugendliche froh, sich mit dem Handy entspannt ablenken zu können. Das geht mir genau so. Da Handys an meiner Schule konsequent verboten sind, mache ich vor den Hausaufgaben immer eine Stunde Pause, die ich dann meist am Handy verbringe. Wie viele meiner Freunde benutze ich besonders gerne «Instagram». Videos oder Fotos von anderen anzuschauen oder selber welche zu posten, finde ich sehr unterhaltsam. Da heutzutage fast jeder diese App benutzt, kann man sich nicht nur mit seinen engsten Freunden unterhalten, es ist auch möglich Promis, Influencern und anderen berühmten Vorbildern zu folgen. 

Zeitfresser Youtube

Auch Instagrams Konkurrent «Snapchat» benutze ich gerne und oft. Snapchat nutze ich als eine Art visuelles WhatsApp, mit der man sich kurze Bilder oder Videos zuschicken kann. Man ist so immer informiert wie es seinen Freunden geht und was sie so machen. So wird Whatsapp schon fast überflüssig und ich nutze diese App zur Zeit eher selten. Eine Ausnahme ist unser Klassenchat. Dort kann ich mich mit meinen Klassenkameraden austauschen und wenn ich zum Beispiel meine Prüfungsnotizen vergessen habe, kann ich dort immer um Hilfe bitten. Meine Lehrer sind aber nicht in diesem Chat .

Aber auch der Zeitfresser «Youtube» hat mich in seinen Bann gezogen. Es ist nicht nur eine tolle Möglichkeit Musik zu hören, man ist auch immer auf dem neusten Stand der Trends. Ich kann Videos meiner liebsten Youtuber (Janasdiary, Jay und Arya oder Liza Koshy) schauen, wobei ich manchmal die Zeit vergesse.
Entgegen der Meinung vieler Erwachsener denke ich, dass das Internet eine tolle und effiziente Möglichkeit ist, sich auszutauschen und den Kontakt zu Freunden zu halten. Ich finde aber, dass die Eltern sich informieren sollten, was für Content ihre Kinder posten. Einige meiner Freunde zeigen sich, meiner Meinung nach, zu freizügig im Internet oder müssen mit negativen Kommentaren zurechtkommen. Mir ist so etwas zum Glück noch nie passiert. Ab und zu zeige ich meinen Eltern, was ich im Internet so treibe. Meine Eltern vertrauen mir, dass ich mich an sie wende, wenn ich ein Problem habe. 
«Entgegen der Meinung vieler Erwachsener denke ich, dass das Internet eine tolle Möglichkeit ist, sich auszutauschen und den Kontakt zu Freunden zu halten.»
Pro Tag bin ich etwa 90 Minuten am Handy, was für mich und meine Eltern in Ordnung ist. So habe ich genügend Zeit für meine Hausaufgaben und sonstige Freizeitaktivitäten. Am Abend greife ich auch gerne, als eine der wenigen in meinem Freundeskreis, zu einem Buch. Meinen Eltern war es schon immer wichtig, dass ich das Handy wegen den Strahlen und dem blauen Screen, eine Stunde vor dem Schlafen weglege. Mittlerweile stimme ich ihnen zu, dass ich dann besser schlafen kann. 
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Klare Regeln und Vertrauen

Einen Fernseher haben wir nicht. Da wir noch nie einen hatten, vermisse ich ihn auch nicht.  Filme oder Serien schaue ich alleine oder zusammen mit meinen Eltern auf dem Computer. Netflix haben wir wieder abbestellt, ich hole ab und zu DVDs aus der Bibliothek.

Zuhause gelten klare Regeln fürs Handy. Kein Handy am Tisch, beispielsweise, und eine Stunde vor dem Schlafen weglegen. Natürlich gibt es immer wieder mal Diskussionen deswegen, aber solange ich gute Noten in der Schule habe, meine Hausaufgaben mache und noch freie Zeit für meine Freunde und meinen Hund habe, geben mir meine Eltern viel Freiraum, was ich sehr schätze. 
Bild: Pixabay
Thumbnail ginka
Ginka Blöchlinger ist 15 Jahre alt und lebt mit ihren Eltern und ihrem Hund Ayla in Zürich. Sie liebt es Freunde zu treffen und zu lesen. Nächstes Jahr möchte sie ans Gymnasium gehen, denn einen spezifischen Berufswunsch hat sie noch nicht. 

Ihr erstes Handy hat sie mit 13 Jahren bekommen, ein ausrangiertes iPhone von ihrem Vater. Zum 14. Geburtstag hat sie ein neues Gerät erhalten, an das sie auch einen Teil beigesteuert hat mit Taschengeld und Hundesitterlohn. 

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