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Redaktionsblog

Wie Kinder trauern: Unser Thema im November-Magazin

Wenn der Vater, die Schwester, der beste Freund stirbt, ist im Leben eines Kindes nichts wie zuvor. Das Titelthema der November-Ausgabe: Wie Kinder trauern und was ihnen hilft. Weiter: Was machen, wenn Jugendliche sich ritzen und Kinderpsychiater Michael Winterhoff im Interview. Das Magazin ist ab dem 8. November am Kiosk. Sie können es auch online bestellen.
Text: Nik Niethammer
Bild und Video: Florina Schwander
Chefredaktor Nik Niethammer stellt Ihnen die Themen des neuen Hefts im Video vor.
Hierzulande leben rund 23'000 Kinder und Jugendliche, die keinen Vater oder keine Mutter mehr haben. Zählt man die verstorbenen Kinder vom letzten Jahr dazu, trauern in der Schweiz rund 23'500 Familien um den Vater, die Mutter, ein Kind oder ein Geschwister.

Trauernde Kinder werden in der Gesellschaft kaum wahrgenommen. Wie viel Leid und Schmerz sich hinter den Zahlen des Bundesamtes für Statistik verbergen, lässt sich nur erahnen. Öffentlich gemacht hat sie der Verein familientrauerbegleitung.ch mit Sitz in Zug. Ziel des Vereins ist es, jeder Familie nach einem Verlust zusammen mit Fachpersonen eine professionelle Trauerbegleitung zu ermöglichen. 

Wie verschieden Trauerprozesse ablaufen, warum Kinder anders trauern als Erwachsene (und uns mit ihrem Verhalten manchmal brüskieren) und wie Eltern ihr Kind beim Abschiednehmen eines liebgewonnenen Menschen begleiten können – davon handelt das Dossier «Trauer» unserer Autorin Claudia Füssler.

Wenn Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, unsere Texte so nahegehen wie mir, denken Sie bitte an dieses wunderbare Cartoon von Charlie Brown, der mit seinem Hund Snoopy auf einem Bootssteg sitzt und auf den See hinausschaut. «Weisst du, Snoopy,» seufzt Charlie Brown, «eines Tages werden wir alle sterben». «Ja, das stimmt», antwortet sein kluger Freund. «Aber an allen anderen Tagen nicht.»
Er ist ebenso erfolgreich wie umstritten: Michael Winterhoff, Kinderpsychiater und Buchautor («Warum unsere Kinder Tyrannen werden»). Kinder haben, so eine der Thesen von Winterhoff, bis zum Alter von sieben Jahren keine Persönlichkeit. Diese Entwicklung setze erst mit dem achten Lebensjahr ein. Mein Kollege Florian Blumer hat Winterhoff zum Gespräch getroffen. 

Eine Passage aus dem Interview möchte ich Ihnen an dieser Stelle nicht vorenthalten: «Herr Winterhoff, es gibt Dinge, die muss ich meinem Kind beibringen …» – «Nein.» – « … dass es die Zähne putzt.» – «Nein.» – « … dass es im Haushalt hilft.» – «Nein.» – «Und wenn sich das Kind standhaft weigert, sich die Zähne zu putzen?» – «Dann machen Sie als Erwachsener etwas falsch.»
«Keiner von uns kommt 
hier lebend raus. Also hört auf, euch wie ein Andenken zu behandeln. Esst leckeres Essen. Spaziert in der Sonne. Springt ins Meer. Sagt die Wahrheit und tragt euer Herz auf der Zunge. Seid freundlich. Seid albern. Seid komisch. Für nichts anderes ist Zeit. »
Anthony Hopkins, britischer Schauspieler
In eigener Sache: Wir reiben uns noch immer die Augen, sind ein ­bisschen stolz und vor allem sehr dankbar. Zum dritten Mal in Folge verzeichnet unser Ratgebermagazin einen Leserzuwachs. Die am 10. Oktober publizierte Leserschaftsstudie MACH Basic der
WEMF AG für Werbemarktforschung belegt es schwarz auf weiss: Fritz+Fränzi wird aktuell von 202 000 Leserinnen und Lesern gelesen. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein sattes Plus von 13,5 Prozent!

Ich danke Ihnen im Namen der Stiftung Elternsein, Herausgeberin des Schweizer ElternMagazins Fritz+Fränzi, sehr herzlich für Ihre Treue. Bleiben Sie kritisch. Und bleiben Sie uns gewogen.

Herzlichst – Ihr Nik Niethammer 

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