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Redaktionsblog

Unser Editorial im Juni: Pflegeeltern und ein Jubiläum!

Ab dem 13. Juni ist unser neues Magazin am Kiosk. Es ist die 125. Ausgabe unseres Elternmagazins. Möchten Sie wissen, wie die erste Ausgabe aussah? Dann schauen Sie sich unser Covervideo an!
Text: Nik Niethammer
Foto und Video: Bianca Fritz
Die Themen unserer Juni-Ausgabe, präsentiert von unserem Chefredaktor Nik Niethammer.
«Fritz und Fränzi sind schulpflichtige Kinder. Hausaufgaben, Lernschwächen, Sackgeld, Gewalt, Drogenkonsum, Freizeitgestaltung, Ernährung – was vom ersten Schultag bis zur 9. Klasse Thema werden kann, sind die Inhalte dieses neuen Magazins.»

Mit diesen Worten begrüsste Ellen Ringier, Präsidentin der Stiftung Elternsein und Herausgeberin von Fritz+Fränzi, die Leserinnen und Leser der ersten Ausgabe. Das war im September 2001.

Die Kernaussage der Titelgeschichte («Armutsrisiko Kinder. Was sie kosten, fordern und verprassen») lautete: «Ein Teenager kostet rund 700 Franken im Monat.» (Heute betragen die direkten Kinderkosten laut Bundesamt für Statistik bei Paaren mit einem Kind durchschnittlich sogar 942 Franken pro Monat.) Weitere Themen im ersten Heft: «Buben sind anders, Mächen auch. Sind diese Unterschiede vererbt oder anerzogen?». (In der modernen Verhaltensforschung geht man davon aus, dass jegliches Verhalten eine genetische Grundlage hat und gleichzeitig durch Umwelteinflüsse moduliert wird.)

Und der Kinderarzt Remo Largo prangerte den Leistungsdruck an, der von der Schule und den Eltern ausgeht. (In diesen Tagen hat Largo sein neustes Buch veröffentlicht: «Das passende Leben. Was unsere Identität ausmacht und wie wir sie leben können». Seine Kritik an der Bildungs­politik ist ungebrochen: Sie sei eine Planwirtschaft, die Ziele durchsetze, wie etwa den Lehrplan 21 oder Frühfranzösisch – obwohl das den Kindern nicht entspreche. «Deshalb leiden schon Jugendliche an Burnout», so Largo.

Mit diesem Heft halten Sie die 125. Ausgabe von Fritz+Fränzi in den Händen. Die Themen, die Eltern von schulpflichtigen Kindern während den letzten 16 Jahren umtrieben, sind weitgehend dieselben geblieben. Einzig die Herangehensweise hat sich im Lauf der Jahre verändert. Heute ist der Wunsch nach Meinung, Erklärung und Analyse, die Sehnsucht nach Einordnung so gross wie nie. 

Wir betreiben keine Problembewirtschaftung, erheben nie den Zeigefinger, versprechen keine schnelle Lösung. Wir versuchen ernsthaft, sorgfältig und nachhaltig zu recherchieren, nehmen Sie, liebe Leserin, lieber Leser, ernst und versuchen bei jedem noch so schwierigen Thema eine Botschaft zu vermitteln: Bei aller Anstrengung macht es grosse Freude, Eltern zu sein.

Im Namen von Verlag und Redaktion danke ich Ihnen herzlich für Ihr Interesse und Ihre Treue. Mit dieser Doppelnummer wünsche ich Ihnen viel Lesevergnügen. Die nächste Ausgabe von Fritz+Fränzi erscheint am 15. August. Bis dahin angenehme Tage. Kommen Sie gut durch den Sommer. Und bleiben Sie munter.

Herzlichst – Ihr Nik Niethammer

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