Jung und süchtig: Unsere Themen im März 2020
Redaktionsblog

Unsere Themen im März

Chefredaktor Nik Niethammer stellt Ihnen in unserem Coverfilm die Themen der März-Ausgabe vor. Sucht: Wie Jugendliche in die Abhängigkeit rutschen und was Eltern darüber wissen sollten. Reportage aus der Tagesschule: Wenn die Schule zum Zuhause wird.

Die neue Ausgabe erscheint am Dienstag, 3. März. Sie können sie als Einzelnausgabe online bestellen.
Text: Nik Niethammer
Bild und Video: Florina Schwander
Chefredaktor Nik Niethammer stellt Ihnen die Themen der neuen Ausgabe im Video vor. 

Liebe Leserin, lieber Leser

Wege in die Sucht: Alkohol, Tabak, Cannabis, Ecstasy – für viele Jugendliche sind Rauschmittel heute normal und gehören zum Heranwachsen dazu. Keine einfache Zeit für Eltern, die sich quälende Fragen stellen: Warum kifft mein Kind? Wie viel ist zu viel? Wann ist es abhängig? Das vorliegende Dossier «Sucht» liefert Antworten. Lesen Sie unter anderem, wie Sie mit Ihrem Kind ins Gespräch über Drogen kommen. 

Wenn Sie aus welchen Gründen auch immer in dieser Ausgabe nur einen einzigen Text lesen können und Sie eine Empfehlung wünschen – voilà: Unser Kolumnist Mikael Krogerus nimmt Sie mit ins Jahr 1966. 21 Jahre nach Kriegsende hatte sich der deutsche Philosoph und Soziologe Theodor W. Adorno im Rundfunk an alle Pädagoginnen und Pädagogen des Landes gewandt. In seinem berühmten Vortrag «Erziehung nach Auschwitz» beschwor er eine ganze Lehrergeneration, dass es oberstes Ziel aller Pädagogik sein müsse, so etwas wie den Holocaust nie wieder geschehen zu lassen. Im Kern, sagte Adorno, seien es zwei Aspekte, die verhindern, dass uns Härte und Kälte gegenüber uns selbst und anderen erfasst: Autonomie und Empathie.

Krogerus lädt uns ein, angesichts der Zunahme von reaktionären Denkweisen, angesichts von wachsendem Antisemitismus und Nationalismus, sich an die Erziehungsideale von Adorno zu erinnern. Sein Plädoyer für mehr Menschlichkeit gipfelt in diesem meinem Lieblingssatz, einer Art Schlüssel zum Leben: «Wir dürfen unseren Kindern nicht das rauben, was sie uns voraushaben, nämlich den Traum des ganzen Glücks für sich und für alle.» 
«Ich bin der Präsident eines unabhängigen Landes. Niemand kann mich unter Druck ­setzen. Nur ein Mensch schafft das – mein sechsjähriger Sohn.»
Wolodymyr Selenskyj, Präsident der Ukraine
«Prügel und Auszeichnungen haben eines gemeinsam – man gewöhnt sich nie daran.» Das Zitat stammt vom österreichischen Liedermacher Rainhard Fendrich. Was Auszeichnungen anbelangt, gebe ich dem Mann recht (was Prügel betrifft, fehlt mir glücklicherweise die Erfahrung): Nach dem zweifachen Gewinn des Q-Awards für das beste Schweizer Fachmagazin ist es für Fritz+Fränzi diesmal sogar ein europäischer Preis: der European Magazine Award. Und wiederum sind wir alle ziemlich aus dem Häuschen.

Der wichtigste europäische Medienaward für unseren kleinen, feinen Eltern­ratgeber – wow! Verliehen von einer internationalen Jury – was für eine Ehre! Gewonnen haben wir in der Kategorie «Indie». In dieser Kategorie werden Magazine ausgezeichnet, die ohne die Unterstützung eines grossen Verlages erscheinen. Das passt – Fritz+Fränzi wird von der gemeinnützigen Stiftung Elternsein herausgegeben. Ellen Ringier hat die Stiftung 2001 gegründet – mit einem einzigen Ziel: Eltern bei ihrer herausfordernden Erziehungsarbeit zu begleiten, sie stark zu machen.
Die Auszeichnung ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich. Im Namen der Stiftung Elternsein und der Redaktion sage ich Danke, vielen vielen Dank. Der Jury. Aber auch Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser. Für Ihre Unterstützung. Ihre Treue. Ihr Vertrauen. Die Verleihung findet am 26. April im Schloss Schönbrunn in Wien statt. Wir werden feiern und berichten.

Herzlichst – Ihr Nik Niethammer

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