Elternblog
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6. Life is what happens while you are making other plans. (John Lennon)

Oh John, ich hätte so gern mal einen Tag, nein, auch nur eine Stunde, in der alles nach Plan läuft in unserer Familie. Aber du hast schon recht, das Leben passiert, während wir andere Pläne schmieden. Irgendetwas geht immer schief oder kommt anders. Also kann ich mich auch darauf einstellen. Genau dieses Unvorhersehbare, Bunte am Familien-Leben schätzen zu lernen. Und zu üben, meine Pläne fröhlich über Bord zu schmeissen.

7. Don`t let the perfect become the enemy of the good.

Perfekt fände ich es, als Mutter nie die Geduld zu verlieren. Kinder zu haben, die nie ihre «Husis» oder Ämtli vergessen und dazu im aufgeräumten Haus ganz im skandinavischem Schick zu wohnen. Aber wenn ich Perfektion anstrebe, mache ich so vieles kaputt, was gut ist. Dann kann ich meine Schwächen nicht als Teil von mir annehmen. Übersehe, wie oft meine Kinder motiviert mitmachen und kann in unserem gemütlich-gruschteligen Zuhause nicht mehr entspannen. Nein, perfekt ist das alles nicht. Aber es ist gut so wie es ist.
Ulrike Légés Mantras hängen an der Schlafzimmerwand und erinnern sie daran, die Perspektive zu wechseln, wenn sie sich festgefahren hat.
Ulrike Légés Mantras hängen an der Schlafzimmerwand und erinnern sie daran, die Perspektive zu wechseln, wenn sie sich festgefahren hat.

8. Lerne die Fragen zu lieben. (Reiner Maria Rilke)

Ich habe tausend Fragen als Mami. Wie soll ich mit meinen Kindern im Alltag umgehen, unser gemeinsames Leben gestalten, sie auf ihre Zukunft vorbereiten? Auch wenn ich hundert Erziehungs-Ratgeber lese, kann ich nie alle Antworten finden. Meine Fragen wertschätzen, sie aushalten und als offene Punkte stehen zu lassen, zu lieben, was sich aus ihnen entwickeln könnte – das fühlt sich leichter an.
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9. Andere sind anders.

«Wenn jetzt die Barbara ihre Kinder zur Selbstverteidigung schickt, der Christian dauernd tolle Fotos postet, die Moni nur noch vegan kocht und der Peter jedes Wochenende ehrenamtlich coacht, dann müssten wir doch eigentlich auch …». Stop! Andere sind anders. Sie dürfen anders sein, das stimmt für sie. Für uns stimmt es, so zu sein, wie wir eben sind. Inspirieren lassen? Ja. Verunsichern lassen? Nein.
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10. Nichtstun führt oft zum besten Irgendetwas. (Winnie the Pooh)

Dauernd könnte ich etwas pädagogisch Wertvolles mit den Kindern planen: Ins Museum gehen, tolle Bücher lesen, sporteln, basteln. Ja, manchmal machen wir das. Aber nicht dauernd. Meine Kinder sind lebendiger, spüren ihre Bedürfnisse besser als ich mit meiner Planeritis. Sie brauchen ihre kreativen, erwachsenen-freien Zeiten zum Nichtstun! Das führt zum wunderschönsten … irgendetwas eben.

Und welche Mantras helfen Ihnen beim Eltern-Dasein? Teilen Sie diese in den Kommentaren mit anderen Eltern!


Ulrike Légé ist dreifache Mama und freie Autorin und wohnt in Therwil (BL). Sie wundert sich, dass ihr Mann mit Steckdosen reden möchte und freut sich über das hilfreiche Dorf, das sie umgibt. 

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