Naturbilderrahmen schnitzen mit Kindern - Das Schweizer ElternMagazin Fritz+Fränzi

Naturbilderrahmen schnitzen mit Kindern

Lesedauer: 2 Minuten

Transianer Fabian und seine beiden Kids ziehen in den Frühlingswald, um ein Geschenk fürs Grosi zu basteln: Bilderrahmen aus Holz. Beim Schnitzen der Äste gilt es einige Sicherheitsregeln zu beachten.

Trotz unsicherem Wetter packt mich die Lust, mit meinen Kindern einmal mehr Zeit im Wald zu verbringen und sogleich ein Geschenk für den Geburtstag vom Grosi zu basteln. Bilderrahmen aus gesammelten Ästen lassen sich in kurzer Zeit zusammenschustern und sind so einfach, dass auch kleinere Kinder gut mitmachen können. Nach einem kurzen Spaziergang zum nahen Dorfwald beginnen Giulia und Yannis mit der Suche nach den Materialien für unser Vorhaben.

Im Visier haben wir Äste mit einer Dicke von zwei bis drei Zentimetern. Sie dürfen aber auch dicker oder dünner sein und von der eigentlichen Bilderrahmenform abweichen. Das Ergebnis darf grob und rustikal aussehen, schliesslich sind die Äste natürlich gewachsen. So ist jeder Bilderrahmen ein Unikat!

BASTELANLEITUNG

Bastelmaterial

  • 4 dünne Äste
  • 5 Meter Hanfschnur
  • 2-4 Wäscheklammern aus Holz
  • Familienfoto oder Postkarte

Werkzeuge & sonstiges

  • Schnitzmesser / Sackmesser
  • Notfallapotheke
  • Zeckenschutz

Nicht vergessen

  • Zvieri (auf dem Feuer)

Und so geht’s:

  1. Äste auf die gewünschte Bilderrahmengrösse zuschneiden. Als Orientierung kann ein Papier in der Grösse A4 helfen.
  2. An den Astenden Kerben einschnitzen
  3. Äste rahmenförmig anordnen
  4. Starte mit der ersten Ecke: umwickle sie mit Hanfschnur und geh anschliessend übers Kreuz weiter zur nächsten Ecke. Umwickeln und mit einem Knoten befestigen.
  5. Dasselbe an den anderen beiden Ecken wiederholen.
  6. Mit einem weiteren Stück Schnur eine Aufhängung anknoten.
  7. Am entstandenen Seilkreuz das Foto mit Wäscheklammern anbringen.

Schnitzen will gelernt sein

Der rustikale Bilderrahmen ist sehr einfach umzusetzen und die Kinder sehen den schnellen Fortschritt, was sie motiviert, dranzubleiben. Aus Sicht eines Elternteils ist es faszinierend zu sehen, wie sich meine Kids beim Schnitzen vertiefen können und in eine eigene Welt abtauchen. Es entsteht eine gewisse Art Ruhe, fernab von Hektik und Alltagsstress.

Beim Umgang mit dem Schnitzmesser ist natürlich Vorsicht geboten. Weichhölzer eignen sich besser zum Bearbeiten als Hartholz, da weniger Kraft aufgewendet werden muss. Bei einem Sackmesser gibt es nicht nur ein Messer, auch die anderen Tools sind spannend und sollen unbedingt ausprobiert werden. Kinder werden kreative Anwendung finden, um mit den einzelnen Klingen umzugehen.

Schnitzregeln

  1. Wer schnitzt, der sitzt: Mit dem offenen Messer herumlaufen ist tabu. Zum Schnitzen suchen wir uns einen stabilen Sitzplatz aus.
  2. Wir schnitzen immer nur vom Körper weg. Ganz wichtig ist auch der Abstand zwischen den kleinen Schnitzerinnen: zwei Armlängen sollen es mindestens sein.
  3. Die Klinge muss scharf sein: Stumpfe Klingen sind gefährlicher, weil mehr Kraft aufgewendet wird und man leichter abrutschen kann. Spezielle Kindermesser sind zwar gleich scharf wie diejenigen für die «Grossen», haben aber eine eine abgerundete Spitze.
  4. Wird nicht geschnitzt, packen wir das Messer ein, damit sich niemand verletzen kann
  5. Vorbild sein. Wir Erwachsene wollen gute Vorbilder sein und halten uns ganz bewusst ebenfalls an die obigen Regeln.

Schnitzen macht hungrig

Ein Waldbesuch ohne Lagerfeuer? Für uns undenkbar (ausser natürlich, es herrscht ein Feuerverbot). Zum Zvieri gibt es Schoggibananen, ein Klassiker, der jedes Kinderherz höher schlagen lässt. Einer von vielen übriggebliebenen Osterhasen eignet sich hervorragend dafür. Das Ergebnis lässt sich zeigen, stolz machen wir uns auf den Nachhauseweg und suchen sogleich ein passendes Foto für Grosis Geburtstagsgeschenk.

Suchst du Inspirationen zu Outdoor-Bekleidung für deine Kids? Auf dem Transa Blog findest du zudem Tipps und Aktuelles zu weiteren Abenteuern und Outdoor-Themen.