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Elternbildung

So üben Sie mit Ihren Kindern Achtsamkeit

Es braucht nicht viel, um das Leben im Hier und Jetzt zu trainieren. Wir haben vier hilfreiche Tipps für Sie und Ihre Kinder zusammengestellt.

1. Steinmeditation:

Steine sammeln die meisten Kinder für ihr Leben gern. Die Aufgabe für den nächsten Ausflug: Die Kleinen sollen fünf Steine finden, die sich in Form, Farbe, Grösse und Material unterscheiden. Zu Hause setzen sich Eltern und Kinder gemeinsam hin für die Steinmeditation. Dafür wird jeder Stein einzeln in die Hand genommen und genau betrachtet: Wie fühlt sich seine Oberfläche an? Welche Farbe und welche Muster hat er? Riecht er nach etwas? Was für Geräusche kann man mit ihm machen? Dabei kann es hilfreich sein, die Augen zu schliessen.

2. Tagebuch schreiben: 

Abends kurz vor dem Einschlafen überlegen Eltern und Kinder gemeinsam, was diesen Tag zu einem besonderen gemacht hat und wofür sie dankbar sind. Das muss nicht immer ein Ausflug oder eine Feier sein, die Kunst besteht darin, die erfüllenden Momente in scheinbar gewöhnlichen Tagen zu entdecken. Vielleicht gab es das Lieblingsessen des Kindes? Oder das Spielen mit einer Freundin war heute besonders lustig? Grössere Kinder können ihre Glücksmomente selbst aufschreiben, für kleinere notieren die Eltern sie.

3. Atmen:

Der Atem spielt in der Meditation eine zentrale Rolle. Eine Möglichkeit, Kinder ans bewusste Atmen heranzuführen, ist der spielerische Ansatz: Kinder und Eltern setzen sich gemeinsam aufrecht hin – auf einem Stuhl, im Schneidersitz oder auf dem Sofa, ganz
egal. Dann schliessen alle die Augen und versuchen, den Weg des Atems zu entdecken. Kitzelt es nicht ein bisschen in den Nasenlöchern beim Einatmen? Was passiert mit der Hand, wenn man sie beim Ein- und Ausatmen auf den Bauch legt? Weitet sich der Brustkorb beim Einatmen eher nach vorne oder nach hinten?

4. Bewusstes Essen:

Frühstück, Zmittag, Abendessen, dazwischen Snacks – Kinder essen im Laufe eines Tages viel, doch nur wenig davon bewusst. Eltern können sie dazu animieren, indem sie während des Essens zu einzelnen Zutaten Fragen stellen: Wie riecht die Tomate oder das Müesli? Wie fühlt sich das Essen auf der Zunge an? Wonach genau schmeckt es? Ältere Kinder können mit ein wenig Übung durchaus die Zutaten in einer Suppe oder einer Gemüsepfanne herausschmecken.
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