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Redaktionsblog

Achtsamkeit – die Vorschau auf unsere Themen im April

Chefredaktor Nik Niethammer stellt die Themen der April-Ausgabe vor: Achtsamkeit im Familienalltag, die Geschichte eines einjährigen Brandopfers und was gegen Nägelkauen hilft. Das neue Heft ist ab Donnerstag, 5. April, am Kiosk erhältlich oder kann online bestellt werden. 
Text: Nik Niethammer
Foto und Video: Florina Schwander
Den eigenen Atem beobachten. In sich hineinhören. Innehalten. Die Dinge so annehmen, wie sie sind. Nicht an morgen denken. Und wenn die Gedanken abschweifen, zum Hier und Jetzt zurückkehren.

Klingt einfach, ist aber ganz schön schwierig. Jeder, der sich schon einmal in Achtsamkeit übte, weiss, wo die Ablenkung lauert: Gedanken an den nächsten Termin, unbeantwortete Mails, Sorgen um die Familie, die Kinder, die Gesundheit.

Achtsamkeit hat eine beispiellose Trendkarriere hinter sich. Noch vor wenigen Jahren unbekannt, ist der Begriff aus unserer modernen, stressgeplagten Welt nicht mehr wegzudenken. Wenn Sie «Mindfulness», den englischen Begriff dafür, googeln, erhalten Sie 90 Millionen Treffer. Es gibt Achtsamkeitstrainer, Achtsamkeitskurse, Achtsamkeitsmagazine.
Die Sehnsucht nach Entschleunigung und die Wiederentdeckung der Selbst-Wirksamkeit sind inzwischen auch in vielen Familien und Schulen angekommen. Wie wird man ein
achtsamer Mensch? Wie hilft Achtsamkeit gegen Stress und Burnout? Und wie gelingt Achtsamkeit in der Erziehung? 
«Regen sich Mädchen auf,
heisst es, sie machen Ärger. 
Jungs haben dann
einen starken Willen.»
Susie Orbach, Psychoanalytikerin
Kinderärzte warnen seit Jahren, dass sie sich immer öfter erschöpften Kindern und Jugendlichen gegenübersehen. Aktuelle Studien geben ihnen recht: Die Stressbelastung hat schon bei Primar- und Sekundarschülerinnen und -schülern massiv zugenommen. In der 2015 erschienenen Juvenir-Studie der Jacobs Foundation gaben 46 Prozent der 15- bis 21-Jährigen an, häufig oder sehr häufig gestresst zu sein. Woher rührt der Stress? Hat der Druck in Schule und Elternhaus zugenommen? Setzen sich Jugendliche selbst zu sehr unter Zugzwang? Welche Rolle spielen die digitalen Medien?

Diese und andere Fragen diskutieren meine Kollegin Evelin Hartmann und ich mit den Psychologen Stefanie Rietzler und Fabian Grolimund. Im Rahmen unserer Veranstaltungsreihe «Talk im Kulturpark» am Dienstag, 15. Mai in Zürich. Unsere Experten geben konkrete Tipps, wie Eltern erkennen können, ob ihre Kinder gestresst sind, welche Ursachen dafür verantwortlich sind und wie Familien aus der Negativspirale aus Druck und Erschöpfung herausfinden können. Anmeldung und alle weiteren Infos: www.fritzundfraenzi.ch/events.

Was Kinder belastet, ist auch Thema der ersten Folge unserer neuen, sechsteiligen Serie
«Was Kinder krank macht», die in Zusammenarbeit mit dem Institut für Familienforschung in Freiburg entstanden ist. Kinder unter Druck.

Ich wünsche Ihnen eine spannende Lektüre mit unserer April-Ausgabe. Wie immer freue ich mich über Post von Ihnen. Was glingt uns gut, was fehlt, was können wir besser machen?

Herzlichst – Ihr Nik Niethammer
Die neue Ausgabe: Ab 5. April am Kiosk kaufen oder online bestellen.
Die neue Ausgabe: Ab 5. April am Kiosk kaufen oder online bestellen.

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